China auf einen Blick — Spannung und Steckdosen, Leitungswasser, Trinkgeld, Toiletten und Notrufnummern
Von PandaTrip Editorial · 4 Min. Lesezeit · Geprüft am 2026-09-06
Geprüft am 2026-09-06

Jedes Land hat eine Handvoll Kleinigkeiten, die in keinen Reiseführer geschrieben, aber am ersten Tag nach der Landung unweigerlich erlebt werden. Dieser Artikel bündelt diese Kurzinfos für China — fünf Minuten vor der Abreise genügen.
Strom: 220V, zwei Steckdosentypen
China nutzt 220V / 50Hz und zwei Steckdosentypen:
- Zwei flache Stifte (Typ A, dem US-Standard ähnlich, aber ohne Löcher) — am weitesten verbreitet; die meisten Handy-Ladegeräte passen direkt;
- Drei Stifte in Achterform (Typ I, identisch mit dem australischen Standard) — in Hotels häufig.
Manche Hotels haben europäische Rundsteckdosen, garantiert ist das aber nicht. Empfehlung: einen Universal-Reiseadapter mitbringen; wer viele Geräte dabeihat, ergänzt eine kleine Steckdosenleiste. Vorsicht bei Geräten für 100V—120V (ältere Föhne, Lockenstäbe): Am 220V-Netz verbrennen sie. Moderne Elektronik mit der Aufschrift „100-240V“ (Ladegeräte für Handy, Laptop, Kamera) funktioniert überall.
Wasser: Leitungswasser nicht ungekocht trinken
Leitungswasser auf dem chinesischen Festland sollte man nicht direkt trinken; abgekocht ist es unbedenklich. Der Wasserkocher gehört zur Standardeinrichtung der Hotelzimmer. Flaschenwasser kostet im Convenience-Store ¥2—3, der im Restaurant servierte Tee ist bedenkenlos trinkbar. Wer einen empfindlichen Magen hat, putzt sich auch die Zähne mit Flaschenwasser — eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme.
Trinkgeld: nicht üblich
In China gibt es keine Trinkgeldkultur — im Restaurant, im Taxi und beim Friseur ist keines fällig. Erhebt ein gehobenes Restaurant eine Servicegebühr von 10%—15%, steht sie direkt auf der Rechnung. Dem Gepäckträger nach der Hilfe mit dem Gepäck ¥5—10 zu geben ist in Ordnung; nichts zu geben ist genauso normal.
Toiletten: überwiegend Hocktoiletten, Papier selbst mitbringen

Nach der „Toilettenrevolution“ sind Anzahl und Hygiene öffentlicher Toiletten in China stark verbessert, verbreitet sind aber weiterhin Hocktoiletten. Das Wichtigste:
- Öffentliche Toiletten sind grundsätzlich kostenlos und in Einkaufszentren, U-Bahnhöfen, Sehenswürdigkeiten und Parks zu finden;
- Papier selbst mitbringen — die meisten Toiletten stellen keines bereit oder verkaufen es nur am Eingang;
- Einkaufszentren und gehobene Restaurants haben meist Sitztoiletten mit Papier; McDonald's und Starbucks sind verlässliche Notfall-Optionen;
- Mit Kindern: In großen Einkaufszentren gibt es meist eine „dritte Toilette“ (barrierefreie/familiengerechte Toilette).
Rauchen und öffentliche Ordnung
In Innenräumen (Restaurants, Einkaufszentren, Hochgeschwindigkeitszüge, Flughäfen) gilt gesetzliches Rauchverbot. Peking, Shanghai und andere Städte verhängen Bußgelder (von einigen Dutzend bis zu ¥200); die Kontrolle fällt je nach Region unterschiedlich streng aus — Rauchen im Hochgeschwindigkeitszug wird real bestraft und kann auf eine Liste mit Fahrverbot setzen, versuchen Sie es nicht. Raucher sammeln sich meist vor Restauranteingängen und in Außen-Rauchzonen.
Weitere leicht übersehene Regeln: Beim Überwegen die Ampeln beachten (manche Städte filmen und bestrafen Fußgänger bei Rot), kein Essen in U-Bahn-Wagen, und Musik vom Handy über Lautsprecher in der Öffentlichkeit zieht missbilligende Blicke auf sich.
Netz, Zeitzone und Kommunikation
- Das ganze Land nutzt eine einzige Zeitzone: Pekinger Zeit (UTC+8). Der tatsächliche Tagesrhythmus in Xinjiang liegt etwa zwei Stunden später als im Osten, die Uhrzeit ist jedoch identisch;
- Die Mobilfunkabdeckung ist hervorragend — Empfang entlang der Hochgeschwindigkeitsstrecken und in abgelegenen Bergdörfern ist die Norm;
- WLAN ist in Hotels, Restaurants und Einkaufszentren allgegenwärtig — ob ausländische Internetdienste auf dem Festland funktionieren, ist eine andere Frage; siehe „Welche Apps funktionieren in China“.
Notrufnummern und Hilfe
| Nummer | Zweck |
|---|---|
| 110 | Polizei (Sicherheit, Streitfälle, Hilfe) |
| 120 | Medizinischer Notruf |
| 119 | Feuerwehr und Rettung |
| 122 | Verkehrsunfälle |
| 12110 | Polizeinotruf per SMS (wenn kein Anruf möglich ist) |
| 12345 | Service-Hotline der Behörden (Beschwerden, Auskünfte; in einigen Städten auf Englisch) |
Chinas Städte sind für Reisende insgesamt sicher, spätes Essen auf der Straße gehört zum lokalen Alltag. Im Ernstfall: zuerst die 110 wählen, dann die Hotelreception informieren — sie kann dolmetschen, begleiten und die meisten Angelegenheiten regeln. Alles zur medizinischen Versorgung (internationale Abteilungen, Apotheken, Versicherungen) finden Sie in „Was tun, wenn Sie in China krank werden“.
Drei Kleinigkeiten
- Medikamente sind leicht erhältlich: Apotheken gibt es überall, rezeptfreie Mittel erfordern kein Rezept (Details im Ratgeber zur medizinischen Versorgung);
- Führen Sie einen Stift mit: manche Formulare werden noch handschriftlich ausgefüllt;
- Vier nützliche Sätze: nǐ hǎo 你好 (hallo), xiè xie 谢谢 (danke), duō shao qián 多少钱 (wie viel kostet das?), tài là le 太辣了 (zu scharf) – zusammen mit einem Lächeln reichen sie für die meisten Alltagssituationen.
Häufige Fragen
Muss man in China Trinkgeld geben?
Nein, und es ist dort nicht üblich. Im Restaurant, im Taxi und im Hotel wird keines gegeben; ein gehobenes Restaurant kann 10%—15% Servicegebühr erheben, die dann auf der Rechnung steht. Wenn Sie dennoch Trinkgeld geben, bringt es das Personal Ihnen höchstwahrscheinlich hinterher zurück.
Welche Nummern wähle ich im Notfall?
Polizei 110, Rettungsdienst 120, Feuerwehr 119, Verkehrsunfall 122; wenn der Anruf nicht durchgeht oder Sie Ihren Standort nicht erklären können, ist die Hotelreception der wirkungsvollste Ort, um Hilfe zu holen. Reisende, die konsularische Hilfe benötigen, sollten die Botschaft oder das Konsulat ihres Landes in China kontaktieren.