Kultur & Etikette

Essen in China: Wie bestellt man? QR-Bestellung, Menüübersetzung und Tischsitten

Von PandaTrip Editorial · 4 Min. Lesezeit · Geprüft am 2026-09-06

Geprüft am 2026-09-06

Die Hälfte des Glücks einer Chinareise spielt sich am Esstisch ab — und der Ärger oft genauso: Menüs ohne Englisch, QR-Bestellungen, die Chinesischkenntnisse voraussetzen, und wenn der Kellner „per Code bestellen“ sagt, hat der Erstbesucher den Code oft nicht einmal gefunden. Dieser Guide zerlegt das Essen in drei Abschnitte: bestellen, essen, zahlen.

Vier Wege zu bestellen

Chinesische Speisekarte mit QR-Code für die Online-Bestellung

Weg 1: QR-Bestellung (am verbreitetsten)

Nach dem Hinsetzen beachten Sie die Tischecke oder die Wand: Der dort aufgeklebte QR-Code ist die Speisekarte. Der Ablauf: mit WeChat/Alipay scannen → das Menü im Mini-Programm öffnet sich (mit Fotos der Gerichte) → ankreuzen → absenden und online bezahlen. Für Einheimische ist das der ganze Vorgang; für Gäste ohne Chinesisch liegt die Hürde in der Sprache des Menüs. Die Lösung steht unten unter „Foto-Übersetzung“.

Manche Mini-Programme verlangen, zuerst einem offiziellen Account zu folgen oder die Handynummer freizugeben, bevor bestellt werden kann. Wer das nicht möchte, lässt einfach vom Kellner manuell aufnehmen („服务员,帮我点一下餐“ — „Kellner, helfen Sie mir bitte beim Bestellen“) — die Aufsicht hat die Restaurants ausdrücklich verpflichtet, diese Option zu erhalten.

Weg 2: den Kellner bestellen lassen (immer möglich)

Reichen Sie Ihr Telefon mit der geöffneten Übersetzungsseite herüber oder zeigen Sie auf ein Gericht im Bildermenü und sagen Sie „这个“ („dieses hier“). Chinesische Kellner sind in der Regel geduldig — außer zu Stoßzeiten.

Weg 3: den Nachbartisch beobachten

Auf den Nachbartisch zeigen ist die uralte Kunst des Bestellens ohne gemeinsame Sprache. Auf das gewünschte Gericht zeigen, die Anzahl mit den Fingern anzeigen — der Kellner versteht.

Weg 4: Foto-Übersetzung

Google Translate funktioniert in China nicht (blockiert). Erste Wahl ist der Menü-Scan von PandaTrip: Fotografieren Sie die ganze Menüseite, erkannt werden pro Gericht Name, Zutaten und Schärfegrad, riskante Gerichte werden entsprechend Ihrem Allergieprofil markiert, und nach der Auswahl entsteht eine Bestellliste, die Sie dem Kellner direkt zeigen können (eine KI-Funktion, die einen Pass erfordert). Die Nullkosten-Variante: die ganze Seite mit Baidu Translate oder Youdao fotografieren und übersetzen. Bei Lebensmittelallergien sollten Sie die Zutaten Gericht für Gericht prüfen und nötigenfalls über eine Übersetzungs-App beidseitig mit dem Kellner bestätigen — dieser Schritt ist für Allergiker kein optionaler.

Was bestellen: die Informationsdichte des Menüs

Chinesische Menüs sind informativ; mit diesen wenigen Zeichen vermeiden Sie die meisten Überraschungen:

  • Schärfe: 麻辣 mala (betäubend-scharf, Sichuan-Chongqing-Stil), 香辣 xiangla (trockene Chilischärfe), 微辣 weila („mild“, aber trotzdem scharf) — am sichersten sagen Sie direkt 不辣 (bula, „nicht scharf“);
  • Innereien: 腰花 yaohua (Nieren), 毛肚 maodu (Kutteln), 黄喉 huanghou (Aorta), 鸭血 yaxue (Entenblut) — wen die Herkunft der Zutaten kümmert, der lernt diese Wörter zuerst;
  • 凉菜 / 热菜: Liangcai 凉菜 sind kalte Gerichte (meist Vorspeisen), nicht etwa Gerichte, die man zu erhitzen vergessen hätte;
  • 例汤: Der Litang 例汤 in kantonesischen Restaurants ist die Standard-Suppe, die zur Mahlzeit dazugehört.

Portionseinheiten: 一份 yi fen (eine Portion), 一例 yi li (eine kleine Portion), 一打 yi da (ein Dutzend, 12 Stück). Für zwei Personen sind 3—4 Gerichte plus Beilage der lokale Rhythmus; Reis ist kostenlos oder ¥1—3 pro Person.

Tischsitten

  • Geschirr: Geschirrgeld von ¥1—2 pro Person ist üblich; das eingeschweißte Geschirr mit kochendem Wasser abzuspülen ist lokale Gewohnheit;
  • Gemeinschaftliches Essen: Chinesische Mahlzeiten werden von Anfang an geteilt; die drehbare Platte wird im Uhrzeigersinn gedreht, genommen wird mit Servierstäbchen;
  • Getränke: Tee wird meist kostenlos nachgegossen; Flaschenwasser gibt es zimmerwarm oder gekühlt und muss extra bestellt werden; die Kanne auf dem Tisch dient zum Wasserkochen;
  • Hotpot: Das Yuanyangguo 鸳鸯锅 („halb-und-halb-Topf“, eine scharfe und eine milde Hälfte) ist die sichere Wahl für alle, die Schärfe scheuen; beim Blanchieren von Maodu 毛肚 (Kutteln) bedeutet „siebenmal hoch, achtmal runter“ (qi shang ba xia) rund acht Sekunden in der Brühe;
  • Einpacken: Reste einpacken zu lassen — dabao 打包 (doggy bag) — ist völlig normal; sagen Sie einfach „打包“ (dabao).

Bezahlen

  • QR-Zahlung: Scannen Sie den Zahlungscode auf dem Tisch oder an der Kasse und zahlen Sie den Rechnungsbetrag über Alipay/WeChat;
  • Teegebühr: Kantonesische Restaurants erheben eine Teegebühr von ¥3—10 pro Person (chaweifei 茶位费); das ist eine reguläre Position, kein Trick;
  • Fapiao (发票): ein Beleg zur Spesenabrechnung — Reisende brauchen ihn selten. Auf die Frage „要发票吗?“ („Möchten Sie einen Fapiao?“) antworten Sie einfach 不用 (bu yong, „nein, danke“).

Frühstück und Streetfood

Das Bestellen in Frühstücksbuden, an Jianbing- (煎饼) Crêpes-Ständen und in Milk-Tea-Shops läuft über einfache Austauschhandlungen — anstehen, zeigen, Fingerzahlen, per QR zahlen. Vier Schritte, ganz ohne Chinesisch. Die Hygiene des Streetfoods ist insgesamt verlässlich; einen Stand mit vielen Kunden zu wählen (schneller Umschlag bedeutet frische Zutaten) ist praktischer als die Lizenz zu prüfen.

Zum Schluss: In chinesischen Restaurants staut sich beim Abend-Peak (18:00—19:30) die Schlange; bei beliebten Lokalen können Sie vorab über Dianping aus der Ferne eine Wartenummer ziehen (siehe „Essen, trinken und ausgehen wie ein Einheimischer“). Eine halbe Stunde versetzt — und das Erlebnis verbessert sich spürbar.

Häufige Fragen

Ich spreche kein Chinesisch — wie bestelle ich?

Drei Wege: die Speisekarte mit einer Übersetzungs-App fotografieren und Gericht für Gericht Übersetzung und Zutaten prüfen; beobachten, was am Nachbartisch gegessen wird, und darauf zeigen mit „这个“ („dieses hier“); oder das Telefon direkt dem Kellner reichen und ihn die Gerichte auf der Bestellseite ankreuzen lassen. Bildermenüs und echte Auslagen (die Zutatenregale in Hotpot-Restaurants) sind ebenfalls natürliche Übersetzer.

Die QR-Bestellung verlangt die Freigabe persönlicher Daten. Ist das sicher?

Manche Mini-Programme verlangen die Freigabe der Handynummer oder das Folgen eines offiziellen Accounts, bevor bestellt werden kann — in China üblich, doch die Aufsicht hat die Anbieter ausdrücklich verpflichtet, einen Bestellweg ohne erzwungene Freigabe anzubieten. Wer nichts freigeben möchte, darf vom Kellner manuell bestellen lassen; das ist ein rechtmäßiges Recht — sagen Sie einfach „请帮我点餐“ („Bitte nehmen Sie meine Bestellung auf“).

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